Solarfreunde Moosburg e.V.

Solarfreunde Moosburg

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15.07.19 15:00 Alter: 151 days
Kategorie: Aktuelles

„Was wächst wie auf unseren Feldern?“

Im Rahmen des Stadtradelns haben die Solarfreunde Moosburg eine Radltour nach Gründl bei Nandlstadt unternommen - ein Bericht


Ziel war die Feld-Versuchsstation der Familie Sixt welche sie auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb neben Hopfenbau, Ackerbau, Grünland und Forstwirtschaft betreibt.

Bei der zweistündigen Führung über die Versuchsfelder stellte Lorenz Sixt eine Vielzahl an Sorten aller wichtigen Kulturpflanzen vor und zeigte deren Verwendung auf.

Los ging es beim Raps, der im Frühjahr mit seinen gelben Blüten die Kulturlandschaft bei uns prägt. Raps wird immer schwieriger zu produzieren, da der Schädlingsdruck durch den Klimawandel immer größer wird.

Als nächstes ging Lorenz Sixt auf den Mais ein der seiner Aussage zufolge keine Monokultur darstellt da er nur ein halbes Jahr auf dem Feld steht. Maisanbau ist ein Gesamtkonzept für das ganze Jahr. Nach der Ernte der Vorfrucht, wird der Acker im Spätsommer mit Zwischenfrüchten bestellt, die mit ihren zahlreichen Blüten ein guter Nahrungslieferant für Bienen sind. Im Winter friert die Zwischenfrucht ab und liefert eine Menge Nahrungsmittel für die Regenwürmer. Ein Hektar Mais kann den CO2  Ausstoß von 60.000 km Autofahrt recyceln.

Eine relativ neue Kulturart in unseren Breiten ist die Sojabohne. Diese Pflanze kann den benötigten Stickstoff gut aus der Luft sammeln und ist daher auch für den Öko Anbau bestens geeignet. Der Erosionsversuch bei Soja zeigte, welche Auswirkungen unterschiedliche Bodenbearbeitungen für das Abschwemmverhalten haben.

Der ökologische Anbau wird in den nächsten Jahren stark wachsen. Hier jedoch wollte Lorenz Sixt klarstellen, dass es wichtig ist die Landwirtschaft nicht zu spalten, denn sowohl der ökologische als auch der konventionelle Anbau haben das Ziel die Bevölkerung zu ernähren.

Beim ökologischen Anbau muss sehr auf die Fruchtfolge geachtet werden. Zudem ist es dabei wichtig, den Unkrautdruck ohne chemische Mittel in der Kultur möglichst gering zu halten. Hier gibt es verschiedene mechanische Möglichkeiten, wie Striegel oder Hackgeräte.

Bei der Führung wurde klar, dass in der Agrarbranche derzeit sehr viel Bewegung ist. Der Klimawandel macht sich in der Landwirtschaft deutlich bemerkbar, aber Züchtung und Forschung gehen nicht von heute auf morgen.

 

Abgerundet wurde die Führung mit der Betrachtung verschiedenen Blühmischungen, wo auch einige für den Hausgarten gut geeignet sind.  Die Teilnehmer durften sich Saatgut für verschiedene Blühmischungen mitnehmen, damit auch ihr zu Hause aufblüht.

 

Die Solarfreunde waren beeindruckt von der Vielfältigkeit auf den Versuchsfeldern und vom Engagement der Familie Sixt. Einigkeit herrschte auch darüber, dass ein gegenseitiger Austausch nicht nur sinnvoll, sondern vor den großen klimabedingten Herausforderungen zwingend notwendig ist.


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